Winter-Training

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Winter-Training

Laufen bei Dunkelheit oder im Regen? Trainieren im Winter kann eine echte Herausforderung sein. Doch mit dem richtigen Konzept schlagen Sie dem Wetter ein Schnippchen und bleiben trotz kühler Temperaturen und widrigerm Wetter bei Ihrer Laufroutine. Für den Schweizer Weltklasse Marathonläufer Viktor Röthlin gibt es nur einen Grund, im Winter nicht zu laufen: wenn der Schnee so hoch liegt, dass er die Haustür nicht öffnen kann.

Lieber tagsüber?

Überlegen Sie zunächst, ob Sie im Winter tagsüber trainieren können. Wie wäre es zum Beispiel in der Mittagspause? Oder hätten Sie etwas gegen ein Laufband? Im Winter im Freien zu laufen, macht Sie zwar zum „Hardcore-Läufer“, kann aber auch häufigere Erkältungen und reichlich einsame Laufkilometer nach sich ziehen.

Als waschechter Schweizer ist der Marathonläufer Viktor Röthlin an Winterwetter gewöhnt. Es hat ihn noch nie vom Training abgehalten. „Nur wenn ich meine Haustür nicht aufkriege, weil draußen zu viel Schnee liegt, gehe ich nicht raus.“

Aber der ASICS Ambassador hat auch ein paar Tipps parat: „Bei minus 10 Grad sollte man im Freien nicht Power-Laufen. Machen Sie Ihre intensiven Einheiten in der Halle oder auf dem Laufband. Leichte Läufe sind aber auch bei Minustemperaturen ein Genuss, ganz besonders bei Neuschnee. Es ist ein tolles Gefühl, als erster einen Weg zu laufen, der noch ganz unberührt ist – außer vielleicht von ein paar Wildspuren.“

“ Leichte Läufe sind aber auch bei Minustemperaturen ein Genuss, ganz besonders bei Neuschnee. Es ist ein tolles Gefühl, als erster einen Weg zu laufen, der noch ganz unberührt ist – außer vielleicht von ein paar Wildspuren.” — Viktor Röthlin

Falls Sie auch im Winter weiter im Freien laufen möchten, wählen Sie eine gut beleuchtete und sichere Route. Und überlegen Sie, ob Sie sich für die Wintermonate einen Laufpartner suchen. Das motiviert nicht nur, sondern hilft auch über einsame Momente in trüber Winterlandschaft hinweg.

Intelligente Kleidung

Beim Winter-Running ist funktionale Kleidung das A und O. Tragen Sie ein Funktions-Shirt, das die Feuchtigkeit von der Haut wegführt. Darüber können Sie ein Winteroberteil tragen. Gegen Wind oder Regen schützt eine entsprechende Jacke. Ihre gesamte Winterkleidung sollte dabei atmungsaktiv sein, um zu wärmen und Hitzestaus zu vermeiden.

Röthlin: „Ich sage immer: Es ist nie zu kalt oder zu nass, man braucht nur die richtige Kleidung. Ich habe zwei komplette Garderoben, eine für das Laufen im Sommer, eine für den Winter. Mit den neusten Textil-Technologien wie nahtloser Verarbeitung oder >Inner Muscle macht das Laufen in der kalten Jahreszeit viel mehr Spaß als früher. Halten Sie sich an das Zwiebelprinzip: Tragen Sie immer verschiedene Schichten übereinander. Für das Laufen in der Winterzeit ist außerdem ein Trail-Schuh zu empfehlen.“

Glossary

Base Layer:
Beim "Zwiebelprinzip" ist der base layer die erste Kleidungsschicht, die direkt auf der Haut liegt.
Feuchtigkeitsmanagement:
ASICS Textilien mit Feuchtigkeitsmanagement können die Feuchtigkeit vom Körper weg transportiert. So wird nicht nur der Körper trocken gehalten, der Wind wirkt nicht so kalt und die Texilien können nicht scheuern.


Sichtbarkeit

Vielleicht der wichtigste Aspekt des Laufens im Winter ist gute Sichtbarkeit, besonders in der Stadt. Heißt: Achten Sie darauf, dass Autofahrer sie jederzeit gut erkennen können. Tragen Sie eine reflektierende Jacke oder Weste. LED-Clips sind ebenfalls eine gute Idee, um ins Auge zu fallen. Sichtbarkeit ist der beste Garant, dass Sie das Frühjahr wohlbehalten – und in Bestform – erreichen.

Schuhpflege

Während der Wintermonate brauchen ihre Schuhe besondere Pflege. Mit der richtigen Pflegetechnik halten sie länger: Nach einem Lauf in Regen oder Schnee sollten Sie sie mit einem Tuch abwischen und, wenn möglich, die Innensohlen herausnehmen. Danach mit Zeitung ausstopfen, um die Feuchtigkeit im Innern zu absorbieren. Auch die richtigen Socken sind wichtig: Sie sollten die Feuchtigkeit von den Füßen wegführen und sie in den Schuhen warm halten.

An manchen Orten scheinen aber selbst nasse Füße zum Winter-Running-Spaß zu gehören. Viktor Röthlin erinnert sich: „Mein liebster Trainingsort ist St. Moritz. Im Sommer bereiten sich dort viele Athleten auf große Turniere vor. Ich bin seit einigen Jahren auch zu Silvester regelmäßig dort. Wir laufen dann immer um die wunderbaren Bergseen. Vor zwei Jahren hatten wir minus 25 Grad und die Seen waren zugefroren. Also lief ich nicht außen entlang, sondern quer über das Eis. Bis ich mitten auf dem See plötzlich nasse Füße bekam. Sie können sich vorstellen, was für ein Schreck das war.“

Expertenbeitrag von Viktor Röthlin. Röthlin ist ein schweizer Marathonläufer, zu dessen Erfolgen eine Bronzemedaillie bei der Weltmeisterschaft 2007 in Osaka ebenso gehört wie der Sieg 2008 in Tokio mit der Schweizer Rekordzeit von 2:07:23.

Photo © Wayne Gunn, Nutzung nur mit Genehmigung.

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